„Je weniger die Leute wissen,
wie Würste und Gesetze gemacht werden,
desto besser schlafen sie!“ Otto von Bismarck
Wir alle haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie kommerzielle Tierhaltung funktioniert, selbst wenn uns die Fantasie für die grausamen Details fehlt. Doch sogar wenn wir versuchen, Massentierhaltung nicht zu unterstützen und auf den Kauf von Bioprodukten und solchen aus bäuerlichen
Familienbetrieben zu achten - es wird nicht möglich sein, unseren Fleisch- und Fischkonsum ethisch einwandfrei zu gestalten und ihn in seinem derzeitigen Ausmaß beizubehalten. Denn seine Konsequenzen sind vielfältiger, als uns lange bewusst war.
Soviel zur Theorie. 
In der Realität handeln jedoch wir nicht nur vernünftig. Und erst recht nicht, wenn es um Essen geht! Essen ist nicht nur stupide Nahrungsaufnahme, sondern ist Genuss, Gemeinsamkeit mit anderen und vor allem Gewohnheit.
Von heute auf morgen zu beschließen, kein Fleisch und keinen Fisch mehr zu essen, ist eine grundlegende Entscheidung, welche die meisten von uns nicht treffen möchten.
Die gute Nachricht ist: Das verlangt auch keiner! Es macht schon einen großen Unterschied, sich teilweise vegetarisch zu ernähren.
Deshalb unser Vorschlag:
Werdet Halbzeitvegetarier! Sucht euch einen Partner, mit dem ihr das gemeinsame Projekt startet, nur noch die Hälfte des Fleischs bzw. des Fischs zu essen wie bisher.
Es sind die täglichen Entscheidungen, mit denen wir die Welt gestalten. Wir haben immer wieder aufs Neue die Gelegenheit, unsere Werte zu verwirklichen, gerade wenn es darum geht, was wir zu uns nehmen – und was nicht.
So pathetisch es klingen mag: Mit all diesen Entscheidungen tragen wir dazu bei, die globale Erderwärmung zu bremsen, Ernergiereserven und natürliche Ressourcen zu schonen, das Welthungerproblem zu lösen, die Trinkwasserverschmutzung zu reduzieren und die Umweltzerstörung aufzuhalten.
Man kann Gutes bewirken, ohne sich vollständig zum Verzicht zu zwingen.






