Halbzeitvegetarier Blog

Der Buchbericht – Heute mal fleischfrei?



Wir freuen uns immer, wenn auch andere sich positiv für eine nachhaltigere Ernährung engagieren. Daher haben wir uns auch über das Büchlein “Heute mal fleischfrei?” von Ulrike Claßen-Büttner gefreut. Die Autorin möchte damit einen Beitrag leisten, überzeugte Fleischesser zu einem ersten Schritt in die richtige Richtung zu bewegen. Die Wortwahl Büchlein ist hier nicht zufällig: in Frau Claßen-Büttners Konzept ist weniger nämlich mehr.

Der Bedarf ist groß nach kurzer, bündiger Information darüber, warum es sinnvoll ist zeitweilig oder vollständig auf Fleisch zu verzichten. Das Internet ist voll mit Informationen zum Thema. Das ist meist gut, kann aber auch überfordern, gerade wenn man sich eine erstmalige Übersicht verschaffen möchte. Aber auch wenn man schon längst kein Fleisch oder keine tierischen Produkte mehr isst, wünscht man sich oft knappe und knackige Infos und Argumente an die Hand – besonders dann, wenn man von anderen kritisch auf fleischfreie Ernährung angesprochen wird.

“Heute mal fleischfrei?” kommt absolut kurz und knackig daher. Das ist auch so beabsichtigt: Die Information wird so einfach und bündig dargelegt, dass eigentlich keiner mehr behaupten kann, der Aufwand wäre zu groß um sich mit dem Thema zu beschäftigen. Das Buch verzichtet auf allzu komplizierte Formulierungen, denn die Informationen sollen für alle zugänglich gemacht werden. Ulrike Claßen-Büttner liefert für jeden Tag der Woche einen guten Grund, auf Fleisch zu verzichten. Diese Gründe umfassen Gesundheit, Klimaschutz, Tierschutz, die großflächige Zerstörung von Natur, Trinkwasserschutz, Welthunger und Nachhaltigkeit. Die einzelnen Themen sind mit Bildern illustriert. Zu jedem der Gründe folgt eine Schilderung der derzeitigen Sachlage, in der auch begründet wird warum wir etwas daran ändern müssen. Das Buch ist in einem persönlichen und unaufgeregten Ton geschrieben. Das Layout bietet viel Luft.

Ob als erste Einführung, ein kleines Geschenk für Interessierte, als Auffrischung eigenen Grundwissens oder kleine Argumentationshilfe fällt “Heute mal fleischfrei”  für uns unter die Kategorie “klein aber fein”. Das Buch ist nützlich, und auch liebevoll gestaltet. Es ist im Selbstverlag erschienen und für 6,90 Euro im Handel erhältlich. Die Autorin spendet 10% des Verkaufspreises an wechselnde Organisationen.

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Der Buchbericht – Vegane Menüs



Weihnachten. Eingeladen bei meiner Schwiegerfamilie. Ich, Fleischverweigerin, genießerisch, nervös. Mein Mann: Fleischliebhaber. Die Schwiegers: Leicht skeptisch, aber freundlich, und dank den Kochkünsten meiner Schwiegermutter beste Qualität gewöhnt. Die Herausforderung: Ein Essen für den 1. Weihnachtsfeiertag, das alle vom Hocker haut. Meine Nerven: Übers Ablaufdatum. Die Lösung: Nussbraten. Nicht einfach nur irgendeiner, nein, sondern DER Nussbraten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Alle waren glücklich, und es regnete Komplimente. Wie das passieren konnte: Ich hatte das Buch “Vegane Menüs” von Irmela Erckenbrecht in die Finger bekommen.

Nun bin ich nicht die Erste (und werde auch nicht die Letzte sein), die fast daran verzweifelt ist, ohne Fleisch zu bewirten wenn das zu bewirtende Publikum aus erklärten Fleischliebhabern besteht. Es fängt schon mit der Frage an: Welches Essen passt zum Anlass. Irmela Erckenbrecht hat in “Vegane Menüs” elf komplette Menüs zusammengestellt, sortiert nach Jahreszeit und Feiertagen – so passt alles, und saisonal ist es auch noch. Die Menüs bestehen (mit Ausnahme des Osterbrunchs) immer aus drei Gängen sowie einem passenden selbstgemachten Getränk, und die Spannbreite der Rezepte reicht von exotisch bis Hausmannskost.

“Vegane Menüs” ist aber auch eine echte Organisationshilfe. Frau Erckenbrecht liefert neben den Rezepten auch gleich Ideen zum Design der Einladungen und zur Tischdekoration. Noch hilfreicher aber ist, dass sie auch gleich die fertigen Einkaufszettel und den Zeitplan für die Zubereitung der Menüs in ihrem Buch untergebracht hat. Hier wurde nichts dem Zufall überlassen, nicht einmal der Ablauf des Menüs wenn die Gäste bereits da sind. Sogar welche Haushaltsgeräte für das jeweilige Menü gebraucht werden ist aufgelistet. In der Aufmachung ist “Vegane Menüs” schlicht, übersichtlich und auf Recyclingpapier gedruckt. Das Buch kommt, wie vom pala Verlag gewohnt, ohne Fotos aus. Die Beschreibungen sind aber so gut, dass sie auch ohne Bilder sowohl Fantasie als auch Appetit anregen.

“Vegane Menüs” ist ein solides kleines Kochbuch, das sogar die gestresste Köchin als Perle glänzen lässt – siehe mein eigenes Beispiel. Es ist, wie erwähnt, im pala Verlag erschienen, und für 14 Euro im Handel erhältlich.

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Kochbuchrezension: Grünes Eiweiß



Unser Körper braucht Eiweiß, nicht Fleisch! – Das ist in meiner Erinnerung einer der am Häufigsten wiederholten Sätze aus der Anfangszeit von Halbzeitvegetarier gewesen.

Tatsächlich wird Menschen, die sich zunehmend vom Konsum von Fleisch und/oder tierischen Produkten abwenden, schnell klar, dass sie sich der Lösung des viel besprochenen Eiweißproblems widmen sollten: Damit die Zellen unseres Körpers gesund bleiben und sich erneuern können, müssen wir essentielle Aminosäuren und Stickstoff über Proteine zu uns nehmen.

Wie wir dieser Frage auf einfache Art und Weise in der Alltagsküche begegnen können, will dieses jüngst erschienene Kochbuch beantworten.

Am Anfang wird das Wissen der Leserin, deren Hülsenfrucht-Repertoire sich bisher hauptsächlich auf Linseneintopf beschränkte (und welche die Black Eyed Peas eher hörte als aß), um eine Vielzahl weiterer pflanzlicher Eiweißquellen ergänzt. Puy-Linsen, Emmer, Einkorn sowie Mung-, Azuki- und Augenbohnen sind nur einige davon, die gewöhnlich in unserer Ernährung wenig geläufig sind.

Dabei ist die Verarbeitung der hier vorgestellten Hülsenfrüchte, Getreidesorten, Pilze und Nüsse weit weniger kompliziert und aufwändig, als viele denken.

Die Autorin Ulli Goscheler hat 60 einfache Rezepte für die Alltagsküche zusammengestellt, die leicht nachzuvollziehen und zu kochen sind. Sie ist neben ihrer Arbeit als Ernährungsberaterin Expertin der Traditionellen Chinesischen Medizin, was man nicht zuletzt an den von ihr vorgeschlagenen Kombinationen von pflanzlichen Zutaten merkt. So empfiehlt Goscheler etwa den gemeinsamen Verzehr von Getreide und Hülsenfrüchten, Sojaprodukten und Ölsamen sowie die Kombination von Mais und Bohnen.

Die Rezepte reichen von Vorspeisen (wie Polentatürmchen mit Zitronen-Linsen-Creme oder Pfifferling-Bohnensuppe) über kalte Snacks (Cashewkerncreme mit Koriander und Kokos, verschiedene Humus-Variationen) und Hauptgerichte (Gelbes Linsen-Bananen-Curry, Mediterraner Hirse-Bohnen-Auflauf) bis hin zu Desserts (Quinoa-Apfel-Auflauf mit Rosinen oder Amarant-Kirsch-Creme mit Sesam). Sie sind in kurzen, klaren Texten beschrieben und mit zahlreichen geschmackvollen Aufnahmen bebildert. Weiterhin sind vegane, laktose- und glutenfreie Gerichte deutlich gekennzeichnet bzw. als Abwandlungen vom Grundrezept beschrieben.

Unterm Strich also ein Grundlagenkochbuch, das wir guten Gewissens empfehlen können!

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Schnelles Kokosdessert für zwischendurch



Liebe Halbzeitvegetarier,

hier in Berlin sieht es nicht gerade sommerlich aus heute. Den Sommer kann man sich aber ganz schnell in die Küche holen, mit einem Dessert dass ich auf dem blutjungen Blog Almost Vegan entdeckt habe. Es ist fix gemacht und bedarf nur weniger Zutaten.

Sabines spontanes Kokosdessert

Ihr braucht:

Frisches Kokosmark (pro Person 1/4 Kokosnuss)

Sojasahne

Ein paar Kokosraspel

Nach Belieben etwas Zucker

Obst und/ oder Marmelade zum Garnieren


Zerkleinert die Kokosnuss so, dass sie in einen Mixer passt. Dann fügt Ihr etwas von der Sojasahne hinzu, bis das Ganze eine homogene Masse ist. Dann noch etwas Zucker und ein paar Kokosraspeln (aber nicht zu viele, da die Masse sonst hart und trocken wird), und gegebenenfalls auch noch mal einen Schuss Sojasahne.

Bon Appetit! :)

Das Originalrezept findet Ihr hier:
http://blogalmostvegan.wordpress.com/

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Changing Course



Liebe Halbzeitvegetarier,

am 18. Mai findet der Changing Course Berlin statt, und wir sind mit dabei. Der Gedanke hinter dem Event ist einfach: Jeder kann etwas tun, um die Welt ein bisschen besser zu machen. Von 10 bis 18 Uhr werden an diesem Samstag Ideen präsentiert, die eine Sache gemeinsam haben – sie lassen sich leicht in den eigenen Alltag übertragen. Der Changing Course Berlin ist wie ein Markt, nur werden dort keine Waren verkauft, sondern konstruktive Möglichkeiten für nachhaltiges Handeln vorgestellt.

“Viel mehr als Theorien über Ursache und Wirkung möchten die Leute praktische Werkzeuge, die sie in ihrer Lebenssituation anwenden können”, sagt Sarina Ruiter-Bouwhuis, die gemeinsam mit Angelique Ruiter-Bouwhuis aus eigenem Antrieb organisiert. Beide sind überzeugt, dass die Besucher an diesem Tag neue Ideen mitnehmen, die ihnen zeigen, wo sie einen Anfang machen können. Das kann etwas so einfaches sein wie Kleidung nicht mehr wegzuwerfen, sondern in einen Tauschladen zu bringen.

Wir freuen uns sehr darauf, unseren Vortrag über Halbzeitvegetarier bei Changing Course zu halten, denn wir teilen Sarinas und Angeliques Ansatz, dass Veränderungen, die man leicht und im eigenen Tempo in den Alltag einbauen kann, oft auch die sind, die man beibehält. An Halbzeitvegetarier gefiel den beiden, dass wir Menschen einfach auffordern, so nah an ihr Ziel zu kommen, wie sie es gerade können. Wichtig ist den Veranstalterinnen, andere Menschen auf positive Art zu einem zu einem besseren Umgang mit unserem Planeten und den Lebewesen darauf anzuregen, und es soll auch Spaß machen: “Wir finden, dass man in seinem Leben Raum für Kreativität und Verspieltheit haben sollte – also versuchen wir, soviel wie möglich davon an diesem Tag unterzubringen”, sagt Sarina.

Besucher können sich also auf kreative und spielerische Aktivitäten freuen, aber auch auf kritische Fragen und lebhafte Diskussionen. Jeder darf sich auch persönlich einbringen, ob man selbstgemachtes Essen mitbringt oder nur seine eigene Tasse. Wir sind dabei – und Ihr? :)

Changing Course Berlin

18. Mai 2013

10-18 Uhr

(Vorträge in englischer Sprache)

Adalbertstraße 7

10999 Berlin

(bei Co.up)

http://changingcourseberlin.wordpress.com/

https://www.facebook.com/pages/Changing-Course-Berlin/151765664984412?fref=ts

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